Welche Anforderungen muss man an ein Laufwerk stellen?


Im Grunde gibt es 3 Hauptbereiche, die möglichst perfekt umgesetzt werden müssen:

1. Der Teller muss sich mit der gewünschten Drehzahl konstant und
    lastunabhängig drehen.

 


2. Störungen, die von außen auf das Laufwerk treffen,

    müssen soweit wie möglich unterdrückt werden.

 

Unter diesen Störungen versteht man:


A. Körperschall:

Dies sind alle Störungen die über Materialübergänge, z.B. von der Aufstellungsfläche auf den Abtastvorgang übertragen werden. Als Beispiele wären zu nennen: Die Vibrationen, die durch die Lautsprecher beim Musik hören über den Boden abgeben werden;Trittschall oder sonstige Erschütterungen.


B. Luftschall:

Dies sind alle Störungen, die über die Luft übertragen werden. Die Hauptkomponente ist hierbei die abgestrahlte Musik. Als Erklärung hierzu: Schall erzeugt Luftdruckschwankungen, die natürlich auch eine gewisse Kraft ausüben.


C. Störungen durch elektromagnetische Felder:

z.B.  Transformatoren von in der Nähe aufgestellten Geräten.

 


3. Störungen, die durch den Abspielvorgang selbst produziert werden.

 

Hierzu zählen:


A. Laufgeräusche des Antriebs/Motors.


B. Laufgeräusche durch das Lager.


C. Schwingungen, die durch den Abtastvorgang selbst verursacht werden. Um dies zu verdeutlichen höre man sich nur einmal die deutlichen Geräusche an die man von einem Tonabnehmer hören kann, wenn die Lautsprecher ausgeschaltet sind. Diese Schwingungsenergie, die zuerst einmal an Tonabnehmer und Schallplatte auftritt, muss ohne Resonanzen und Reflektionen zur Aufstellungsfläche abgeleitet werden.

 

 




Motor

Die Anforderung an eine genaue konstante Drehzahl lässt sich relativ einfach mit einer Quarzgesteuerten PLL umsetzen. Erklärung: Die Nenndrehzahl des Pulleys ist hierbei vorgegeben und wird durch entsprechende Teilung mit der Frequenz eines Schwingquarzes verglichen und bei Bedarf nachgeregelt. Selbstredend muss man konstruktiv darauf achten, dass die Schaltung nicht übernervös reagiert oder ruckt.

Zur Lösung des Problems haben wir hierfür einen langsam laufenden, drehmomentstarken Motor mit gesinterten Gleitlagern ausgewählt. Als Antriebssystem selbst verwenden wir einen Rundriemen.

Im Gegensatz zu "Standardkonzepten" haben wir mit 16cm Durchmessern ein sehr großes Pulley gewählt. Dies hat folgenden Vorteil gegenüber kleineren Pulleys: Die Drehzahl von Plattenspielern beträgt 33 1/3 U/min und 45 U/min. Dies entspricht einer Frequenz von: 0,55Hz bzw. von 0,75Hz. Hat das Pulley  einen Durchmesser von ca. 1,5 cm, wie häufig verwendet, so ergibt sich aus dessen Drehzahl eine Frequenz von ca. 11,1 HZ und 15 Hz.  Die unweigerlich auftretenden Harmonischen liegen dann schon im Hörbereich – also bei 33 1/3 U/min 22,2 Hz bis 111 Hz, die im Hörbereich liegen. Dies sind Störungen, die die Wiedergabe beeinträchtigen.

Bei unserem Pulley  liegt die Drehfrequenz bei 1,11 Hz bzw. 1,50 Hz. Bis zur 10ten Harmonischen liegen dann alle Frequenzen unterhalb des Hörbereiches. Davon abgesehen hat ein Pulley mit 16 cm Durchmesser und 1,6 kg Gewicht einen "Flywheel-Effekt". Nicht zu vernachlässigen ist auch die viel Größere Kontaktfläche, die hierbei der Riemen mit dem Antriebspulley hat. Bei 1,5 cm sind es nur ca. 1,6 cm, während es bei unserem Pulley 16,75 cm sind. Hierdurch entsteht viel weniger Schlupf und es können größere Drehmomente übertragen werden. Somit generieren wir im Bereich des erzielbaren Drehmomentes die Vorteile eines von vielen Anwendern geschätzten Reibradantriebes, ohne dessen Nachteile (starke Störungen durch den Motor) zu haben.

Sämtliche Teile der Motordose und das Pulley selbst sind auf Unterdrückung von Resonanzen und hohe innere Dämpfung optimiert. Die Stromversorgung erfolgt durch ein externes Netzteil.

 


Hier sieht man die statistische Darstellung einer Gleichlaufmessung mit optischem Encoder. Verwendet wurde unser Frequenzzähler HP 5371A. Es wurden jeweils tausend Messungen ausgewertet und in ihrer Verteilung dargestellt. Die Skalierung beginnt ganz links mit - 0,01% und hört ganz rechts bei + 0,02% auf.


Diese Reihe von Bildern zeigt wie das Pulley auf Resonanzarmut optimiert wurde. Das Bild oben zeigt eine Messung mit einem Real Time FFT- Analyzer vom Hintergrundgeräusch am Messort. Die niederfrequenten Anteile kommen vom Netz, die hochfrequenten Spitzen vom Lüfter des eingesetzten Laptos.


Hier wurde das Pulley im unbehandelten Zustand, aber in Betriebsposition montiert, mit einem definierten kleinen Schlag mit einem Plastikhammer angeregt. Wie man sieht, ein Aussschwingverhalten wie eine Glocke!


Dies ist der selbe Aufbau wie oben, nur daß jetzt das Pulley in einer ersten Stufe bedämpft wurde. Man sieht, daß die Resonanzspitzen schon deutlich bedämpft sind. Ausreichend ist diese Dämpfung aber noch nicht!


Dies ist das Pulley nach vollständiger Bedämpfung. Wie man sieht klingt der Impuls durch die Anregung sehr schnell ab und ist von sehr geringer Amplitude. Man sieht auch vom Impuls selbst nur einzelne Punkte und keine Linie mehr. Dies bedeutet bei diesem Analyzer, daß die Pulsdauer nur sehr kurz ist.

Auf diese Art wird jedes einzelne Teil des gesamten Laufwerks überprüft und optimiert.


Tellerlager

Wir verwenden hier ein Luftlager aus der Lasertechnik.

 

Die Rundlaufgenauigkeit beträgt 0,1µm. Das Lager führt sowohl horizontal als auch vertikal. Dadurch sind keine Laufgeräusche durch die Drehbewegung zu erwarten.

 


 

Würden wir dieses Lager nun einfach so verbauen, könnte sich der Teller perfekt und ohne Laufgeräusche drehen. Parallel dazu hätte allerdings die vom Abtastvorgang erzeugte Schwingungsenergie keinen Pfad mehr auf dem sie abgeleitet werden könnte und bliebe somit im Teller.

Aus diesem Grund haben wir eine Achse konstruiert, die mit einem sehr geringen einstellbaren Auflagedruck über eine Keramikkugel und einen Teflonspiegel eben diese Schwingungsenergie ableiten kann.

 

Der Gesamtaufbau unseres Lagers ist in dieser Form eine Weltneuheit.

 

 


Plattenteller

Der von uns erstellte Plattenteller besteht aus zwei Komponenten: Dem Tragteller, an welchem das Luftlager befestigt ist und der durch den Riemen angetrieben wird. Dieser Tragteller ist aus Aluminium und weiteren Metallen gefertigt um das nötige Gewicht und natürlich völlige Resonanzfreiheit darzustellen.



Auf diesem Tragteller steht ein mit Spikes entkoppelter Abspielteller aus POM, welches sich wegen seiner guten klanglichen Eigenschaften schon vielfach bewährt hat.

Bei „normalen“ Laufwerken ist die Lagerachse meist auch der Dorn auf dem die Schallplatte befestigt wird. Damit werden dann Laufgeräusche vom Lager direkt auf die Schallplatte übertragen.

Durch die Zweiteilung des Plattentellers haben wir diese Problematik völlig eliminiert.

 


Tonarmbasis

Dieses Bauteil wird bei konventionellen Produkten meistens ausschließlich nach optischen Kriterien aufgebaut. Gerade diese Komponente ist für eine wirklich als perfekt zu bezeichnende Wiedergabe aber von entscheidender Bedeutung: Einerseits soll der Tonarm in Relation zum Plattenteller völlig ortsstabil gelagert sein, andererseits sollten den Tonarm aber möglichst wenig Störungen von der Aufstellungsfläche, dem Motor oder dem Lager erreichen. Zusätzlich muss die durch den Abspielvorgang erzeugte Schwingungsenergie aber über Tonarm und Tonarmbasis definiert abgeführt werden.

Zur Erfüllung dieser Anforderungen haben wir eine neuartige Tonarmbasis konstruiert: Der Tonarm selbst wird auf einer Messingscheibe mit exzentrischer Bohrung verschraubt, um die effektive Länge genau einstellen zu können . (Messingplatten für Tonarme von 9 – 12 Zoll Länge werden kundenspezifisch angefertigt). Mehr als 12 Zoll auf Anfrage.

Diese Messingplatte hängt in der Rohrförmigen Tonarmbasis an 3 straff gespannten Teflon Seilen. Zusätzlich ist unterhalb der Messingplatte ein substanzielles Gegenwicht befestigt, um die Tonarmbasis in einer waagrechten Position zu halten.

Im Prinzip funktioniert diese Aufhängung wie die sonst verwendeten Spikes in horizontaler Richtung: Schwingungsenergie vom Tonarm kann über die Messingmontageplatte und die Teflon Seile zum Subchassis abfließen. Störungen vom Subchassis können nur sehr geringfügig zur Montageplatte übertragen werden.

Die Montageplatten sind mit wenigen Handgriffen zu wechseln, so dass sich Tonarme schnell austauschen lassen. Ein Aufbau mit zwei Tonarmbasen ist nicht möglich, da dies dem Konzept einer genau definierten Schwingungsführung widersprechen würde. Wechsel des Tonarms realisieren sie in 20 Sekunden bei Übernahme aller nötigen Parameter. Somit ist ein eingestellter Arm binnen kürzester Zeit durch einen anderen austauschbar.

 


Subchassis

Unser Subchassis besteht aus zwei Teilen: Einmal dem Tripod:  Auf diesem ist das Plattentellerlager und die Tonarmbasis montiert. Die Platte die diese beiden Komponenten lagert, ist aus verschiedenen Metallen gefertigt, die sich in ihren Resonanzfrequenzen gegenseitig bedämpfen. Die beiden anderen Arme sind aus POM und Carbon gefertigt um einen sicheren Stand zu gewährleisten. Nur unter der metallischen Tragplatte ist ein Messing-Spike montiert, um eine definierte Energieführung zu gewährleisten. Die beiden anderen Spikes sind aus POM und damit akustisch isolierend.

Dieser Tripod steht auf einem massiveren 6-zackigen Stern, der mit Luftlagern und Säulen von der Aufstellungsfläche entkoppelt ist.

Insgesamt sind alle Teile möglichst klein ausgeführt, um eine geringe Auftreff-Fläche für Luftschall zu bieten.


das Beste wie immer zum Scluss. Unser gesamtes Laufwerk ist mit einer rein mechanischen Selbstjustierung ausgestattet. In dieser Art des Aufbaus eine absolut einmalige Errungenschaft im Laufwerksbau.

 


Technische Daten

Abmessungen:

86 cm Breite   zu   73 cm Tiefe   zu   39 cm Höhe

Kompressor:

510 mm Breite x 580 mm Tiefe x 650 mm Höhe

48dB

 

Netzteil:

Netzteil rund (entsprechend der Motordose) mit Durchmesser 300 mm und 228 mm Höhe

Gesamtgewicht:

Gewicht 125 kg

Drehzahlen:

33 1/3 U/min und 45 U/min Genauigkeit 0,01%

Verwendbare Tonarme:

9-12Zoll Länge, Montageplatten werden kundenspezifisch gefertigt.

Netzteil:

extern 230V/AC /115 V AC

Oberflächen: Standard:

Aluminium eloxiert oder jeglicher RAL Ton.

SPECIALS:

Andere Oberflächen sind aufgrund einer im HiFi Bereich bisher weltweit einmaligen Beschichtungstechnik praktisch in jeder Form realisierbar. Als Beispiele: Carbon-Optik, Holz-Optik, Stein-Optik, selbstgewählte Motive, Stealth, Tarn, und vieles mehr.

 

Preis auf Anfrage

Sonderausführungen nach Absprache


Sonderzubehör (optional)

Wir bieten Ihnen folgendes Sonderzubehör optional an:

 

- Stabilisierungsring der die Schallplatte außen am Rand fixiert.

980.- Euro


- Akkunetzteil  mit Ladegerät für 230 V AC / 115 V AC

3800.- Euro


- Rack akustisch und optisch und technisch auf das Careles Laufwerk abgestimmt.

4.600.- Euro

      
Lieferung und Aufbau innerhalb Deutschlands sind inclusive.

Innerhalb Europas berechnen wir eine einmalige Servicepauschale.

Für Bestellungen außerhalb Europas wenden sie sich bitte an unseren Vertriebs Support